Der Nahostkonflikt - Gespräch mit dem Referenten für Nahost

Das Gespräch im Außenministerium mit dem Referenten für die Nahostländer (daher fällt der Nahostkonflikt auch in seinen Zuständigkeitsbereich) war nicht nur in Bezug auf den Konflikt höchst aufschlussreich, sondern auch mit Blick auf das Berufsbild des Diplomaten im Auswärtigen Amt sehr interessant. Der Referent selbst war ein Jurist, der über das reguläre Bewerbungsverfahren für den höheren Dienst des Auswärtigen Amts zu der Stelle gekommen war. Vor der jetzigen Tätigkeit war er Koordinator zwischen der Bundesregierung und der NATO im Kosovo. Demnächst wird er in das Kanzleramt wechseln, dass auch eine eigenes Referat für Außenpolitik besitzt, welches allerdings ausschließlich durch Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes besetzt wird.

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Der Nahostkonflikt - Einführung

Im Rahmen des SPD-Praktikantenprogrammes nehme ich am Themenmodul Nahostkonflikt teil, dies ist für sich genommen schon ein interessantes Thema. Allerdings ist die Tatsache, dass ich diesen Monat für zwei Wochen nach Israel reise, ein nicht unerheblicher Motivationsfaktor.

Den Beginn stellt die Einführung durch die Wissenschaftlerin Muriel Asseburg dar, die Leiterin der Nahostabteilung der Stiftung Wissenschaft und Politik ist, welche eine von der Bundesregierung gegründete Stiftung ist, die jedoch unabhängig ist. Sie ist ein Pendant des Wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag. Dort kann arbeiten, wer eine Promotion und Sprachkenntnisse der Länder auf die er sich spezialisiert hat. Zudem besteht die Möglichkeit dort Praktika in verschiedenen Themenbereichen zu absolvieren.

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Dienstag - KGE?

Der heutige Dienstag (auch wenn ich das hier eigentlich retrospektiv schreibe, erwecke ich nichtsdestotrotz mal den Eindruck, alles wäre unmittelbar - wirkt halt spannender! Es ist nur ein klein wenig fake…) war der ereignisreichste - weil vielseitigste Tag - bisher. Er begann damit, dass ich leicht unausgeschlafen ins Paul-Löbe-Haus eile und den vermeintlich existenten Eingang zur Spreeseite nicht finde und einmal um den ganzen Gebäudekomplex sprinten darf.

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Besuch im Willy-Brandt-Haus - "Yasmin Fahimi ist eine Muslima, die die Partei unterwandern will"

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Heute stand eine Führung durch das Willy-Brandt-Haus, der SPD-Parteizentrale, auf dem Programm. Neben der Standard-Besucherführung beginnt das Ganze erst einmal mit einem Gespräch mit der Referentin für Direktkommunikation. In ihrer Abteilung beantwortet sie unter anderem die Anfragen und Nachrichten an den Parteivorstand. Die Referentin redet sehr schnell und enthusiastisch, man merkt ihr an, dass sie Feuer und Flamme für die Partei ist. Sie wählt einen naheliegenden, persönlichen Gesprächseinstieg: Ihre Geschichte, wie sie zur SPD kam. Sie wuchs in einem kleinen Dorf auf und konnte sich nur vorstellen zu den Jungen Grünen oder den Jusos zu gehen. Letztendlich entschied der profane Umstand, dass es in ihrem Dorf nur einen Juso-Verband gab, über ihre Parteizugehörigkeit. Heute sei sie froh, dass sie nicht zu den Grünen gekommen ist: “Die achten zwar auf Umweltschutz, vergessen aber die finanziell Schwachen in der Gesellschaft”. Diese Behauptung scheint eher wie eine Schutzbehauptung, dennoch ist klar, dass “Was wäre wenn”-Fragen nach mehren Jahrzehnten natürlich müßig sind und keinen Erkenntnisgewinn bringen. Stattdessen sollte man akzeptieren, dass - grade am Anfang - fraglos auch Zufall und Willkür eine Rolle spielen.

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Erkenntnis der ersten drei Tage

Die Möglichkeiten sich einzubringen stehen jedem und jeder offen, nur nutzt eben nur eine verschwindend geringe Menge die offenen Möglichkeiten. Solange prinzipiell jeder kann, wenn er denn nur will, stellt es auch noch kein allzu großes Problem dar. Wenn jedoch zahlreiche Lobbyisten, die einfache Zugänglichkeit nutzen und der Durchschnittsbürger nicht, dann ergibt sich eine Imbalance. Der Abgeordnete muss dann erkennen, wenn Partikularinteressen zum Gemeinwohl und jegliche noch so kleine Veränderung des Status quo zum Untergang des Abendlands erklärt wird. Die geringe Bürgerbeteiligung ist also schon ein Kardinalproblem, auch wenn sie nicht aufgrund von autoritären Strukturen so gering ist.

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Praktikum bei Ralf Kapschak - Der erste Tag oder auch: Wow, es geht also auch besser als in den Unikantinen!

Wie war dein erster Tag im Bundestag? Lecker, so lautet die lakonische Antwort.

Die etwas ausführlichere lautet hingegen, wie folgt:

Es begann damit, dass ich mich, wie vereinbart gegen 10 Uhr zum Eingang 68a des Jakob-Kaiser Hauses begab - zumindest dachte ich das. Glücklicherweise sah man es mir nach, dass ich - wohl in der Aufregung des ersten Tages noch etwas derangiert - zielstrebig am richtigen Eingang vorbeigelaufen war. Die Pförtner ließen mich passieren und stellten mir einen vorläufigen Gästeausweis aus. In der eindrucksvollen Lobby durfte ich einige Minuten auf Axel, den wissenschaftlichen Mitarbeiter von Ralf Kapschack, warten. Während des Wartens konnte ich mich ein wenig wundern, wie einfach es doch ist, in das Gebäude zu kommen. Bei der Terrorpanik, die die hiesige Innen- und Verteidigungsminister zur Begründung unterschiedlichster Vorhaben heranziehen, fiel es einem durchaus auf, dass hier anscheinend ein doppelter Standard herrscht.

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